Korrosionsschutz von Windenergieanlagen

 
Leiter des Arbeitskreises:

Dr.-Ing. Peter Plagemann, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung - IFAM, Bremen


Der Arbeitskreis widmet sich allen Fragestellungen zur Korrosion an Windenergieanlagen. Es werden explizit onshore- wie offshore-Plattformen betrachtet, wobei aufgrund der besonderen Aktualität und den größeren Herausforderungen momentan der Schwerpunkt mehr bei den offshore-Plattformen liegt. Im Arbeitskreis treffen sich Vertreter aus allen Bereichen und Branchen, die mit der Entwicklung, dem Aufbau, der Errichtung und dem Betrieb von Windenergieanlagen beschäftigt sind. Aufgrund der  hohen fachlichen Diversität der Teilnehmer wird dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch ein besonderes Gewicht beigemessen.


Ziele:

  • Technisch-wissenschaftlicher Erfahrungsaustausch zur Korrosion von Windenergieanlagen
  • Ermittlung und Diskussion von gemeingültigen Standards zur fachgerechten Ausführung von Korrosionsschutzmaßnahmen
  • Identifizierung von Entwicklungsbedarfen, Initiierung von F&E-Projekten
  • Vernetzung von Hochschulen, Forschungsinstitutionen und Industrie
  • Erstellung einer Richtlinie für den Korrosionsschutz an offshore-Windenergieanlagen

 

Geleistete Arbeiten:

In den ersten Sitzungen wurden die wesentlichen Punkte identifiziert, bei denen noch hoher Handlungs- und Entwicklungsbedarf für einen optimalen Korrosionsschutz der Anlagen besteht. Ein Aspekt hierbei ist die korrekte Ausführung von Beschichtungsmaßnahmen an den Anlagen. Mit den bestehenden Technologien und Produkten kann ein guter Korrosionsschutz erreicht werden, sofern dieser fachgerecht ausgeführt wird. Dies erfordert eine explizite Qualifizierung des ausführenden Personals, nicht nur bei der Erstbeschichtung, sondern auch für Reparaturmaßnahmen und der Instandhaltung vor Ort bzw. bei der Aufstellung. Desweiteren gibt es für Reparaturmaßnahmen aktuell noch keine befriedigenden Konzepte. Zu diesem Zweck wurde ein Forschungsprojekt (RepaKorr) beim Bundesministerium für Bildung und Forschung in der MatRessource-Ausschreibung  initiiert, welches noch bis 2015 läuft.  Zurzeit wird vom Arbeitskreis auch eine Richtlinie erstellt, die als Arbeitsgrundlage und Nachschlagwerk dienen soll, um einen fachgerechten Korrosionsschutz dieser Anlagen zu bewerkstelligen. Die Fertigstellung ist für 2015 geplant.