Korrosionsschutz durch Beschichtungen

Leiter des Arbeitskreises:     Dr. Patrick Keil, BASF Coatings GmbH, Münster
Stellvertreter:                            Dr. Ulrike Weckenmann, Silgan White CAP Deutschland GmbH, Hannover
 

Beschichtungen stellen einen attraktiven und vielseitigen Weg zum Korrosionsschutz von Metallen dar. Zu den Hauptanforderungen von Beschichtungen gehören neben dem Korrosionsschutz häufig auch ästhetische Aspekte wie Farbe, Glanz und Oberflächenstruktur. So unterschiedlich wie die Anwendungsfelder sind auch die Anforderungen an den Korrosionsschutz durch Beschichtungen. Neben als klassisch zu bezeichnenden Anwendungen wie z. B. im Automobil- oder Flugzeugbau oder für Metallkonstruktionen, Brücken und Schiffe, sind Beschichtungen auch in den gesellschaftlich bedeutenden Bereichen Mobilität, Energie und Medizintechnik von großer Bedeutung. Vor allem in den letzten Jahren haben die Anforderungen an Beschichtungen durch die Umweltgesetzgebung zur Entwicklung neuer Beschichtungssysteme auf Basis neuartiger Korrosionsschutzkonzepte, nachhaltiger Verfahren, und Materialien geführt.
Der Arbeitskreis „Korrosionsschutz durch Beschichtungen“ hat sich zur Aufgabe gemacht, eine Brücke zwischen den grundlagenorientierten Arbeiten der akademischen Forschung und anwendungs- und praxisbezogenen Fragestellungen im industriellen Umfeld zu schlagen.

Ziele des Arbeitskreises:

  • Pflege des Standes der Wissenschaft und Technik auf dem Gebiet des Korrosionsschutzes durch Beschichtungen.
  • Zusammenarbeit mit einschlägigen Verbänden und mit Normungsgremien.
  • Wissensvermittlung an Planer, Anwender und Nutzer von Beschichtungssystemen.
  • Validierung von klassischen und neuen Prüfverfahren sowie wissenschaftliche Untersuchungsmethoden für den      Korrosionsschutz durch Beschichtungen,
  • Lernen aus Schadensanalysen.

Geleistete Arbeit:

Die konstituierende Sitzung des Arbeitskreises fand am 9. März 2000 in Stuttgart bei der Sika Chemie GmbH statt. Seit der Gründung des Arbeitskreises fanden in der Regel jährlich 2 Sitzungen, jeweils bei anderen Arbeitskreismitgliedern, dem DIN oder in der DECHEMA statt. Die Sitzungen enthielten normalerweise einen Vortragsblock und einen allgemeinen Diskussionsblock.

In den letzten beiden Sitzungen hat der Arbeitskreis sowohl mit dem Arbeitskreis „Grundlagen und Simulation“ als auch mit dem Arbeitskreis „Korrosion und Korrosionsschutz von Aluminium und Magnesium“ zusammen getagt. In den Sitzungen trugen Referenten aus Industrie und Forschungsinstitutionen zu Grundlagen und aktuellen Themen zum Korrosionsschutz durch Beschichtungen vor. So wurden unter anderem über selbstheilende Polymere, Herausforderungen im Korrosionsschutz durch Beschichtungen, elektrochemische Impedanzspektroskopie an Beschichtungen und moderne Anodisierverfahren von Aluminium referiert.